Chancenreiche Start-ups bieten als erste in NRW digitale Wertpapiere nach deutschem Recht

STARTPLATZ/Cashlink
Investoren

Das Pilotprojekt von Cashlink und STARTPLATZ erleichtert durch digitalisierte Finanzierungsform die Kapitalaufnahme für drei Gründerteams aus Nordrhein-Westfalen. Die B2B-Softwareschmiede cobago, Poligy mit ihrem Patent auf Stromerzeugung aus Abwärme und die beliebte Fußball-App FanQ ​qualifizierten sich für das Pilotprojekt. Die Start-ups stellen sich am 12.Juni im STARTPLATZ Köln vor.

Köln/Frankfurt am Main, 12. Juni 2019 – ​Cashlink, der deutsche Anbieter für Digitale Wertpapiere, verbessert gemeinsam mit dem STARTPLATZ, NRWs größtem Start-up Accelerator, die Chancen für drei Gründerteams aus NRW: In einem Pilotprojekt erhalten die Start-ups jetzt erstmals Zugang zu einer schnelleren, einfacheren und flexibleren Form der Kapitalaufnahme durch Digitale Wertpapiere nach deutschem Recht. Dafür nutzt Cashlink die Blockchain-Technologie. Die drei Startups und das Pilotprojekt werden das erste Mal am 12. Juni 2019 im STARTPLATZ Köln präsentiert.

Zu wenig Kapital für die besten Ideen: 60% der Unternehmensgründungen scheitern

Digitale Wertpapiere sind für Investoren interessant, weil sie erstmals ermöglichen, dass Start-up-Anteile, ähnlich wie an der Börse, auch nach einer Kapitalerhöhung leicht übertragbar sind. Bisher sind für Investitionen und die Übertragung von Anteilen hohe Notarkosten fällig unddie Prozesse langwierig, insbesondere bei den von Gründern bevorzugten Unternehmensformen GmbH und UG.

Digitale Wertpapiere (engl. “tokenized securities”) basieren auf der Blockchain-Technologie und wurden kürzlich von der Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin als Möglichkeit der Kapitalaufnahme akzeptiert, wenn sie die hohen deutschen Rechtsvorgaben erfüllen. Damit ist der Weg frei für eine Verbesserung der Risikokapitalvergabe an Gründer.

“Bei den Digitalen Wertpapieren handelt es sich um Genussrechte, einer beliebten und nachhaltigen Finanzierungsform in allen Bereichen der Realwirtschaft. Diese sind aktuell schwer übertragbar und daher illiquide. Wir vereinfachen den Handel, indem wir sie als Digitale Wertpapiere auf der Blockchain führen. Das macht sie für Risikokapitalgeber und Start-ups attraktiver”, erläutert Cashlink-Geschäftsführer Michael Duttlinger. “Finanzexperten sagen der Blockchain-Technologie und der damit einhergehenden Digitalisierung in der Finanzindustrie großes Wachstum voraus. Wichtig ist uns aber vor allem, dass die richtigen Gründer gefördert werden. Aus diesem Grund hat der STARTPLATZ Köln mithilfe seiner Expertise drei chancenreiche Start-ups für das Pilotprojekt ausgewählt.”

Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY zeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich in der Gründerfinanzierung deutlich abgeschlagen ist. So kommt es immer wieder vor, dass die besten Köpfe und ihre Ideen ins Ausland abwandern und schnell wachsende Unternehmen woanders entstehen.

Dr. Lorenz Gräf, Gründer und Geschäftsführer des STARTPLATZ erläutert die Motivation hinter dem Projekt: "Die Nutzung von Digitalen Wertpapieren ist die logische Weiterentwicklung unseres Accelerator-Programms. Bisher fehlte eine schnelle und unkomplizierte Finanzierungsform für die frühe Phase direkt nach dem Markteintritt, die wir nun gemeinsam mit Cashlink durch die Digitalisierung von Anteilen in Form von Tokenized Securities geschaffen haben. Wir bieten zusätzlich Unterstützung durch Mentoring und Coaching, um den nachhaltigen Erfolg sicher zu stellen.“

Zudem sind Investitionen aktuell teuer und langwierig: Um Transaktionskosten wie beispielsweise die Notargebühren zu sparen, ist es bislang üblich, die Kapitalaufnahme in Finanzierungsrunden zu tätigen. Eine Folge dessen ist, dass die Kapitalaufnahme nur zu fest definierten Zeitpunkten geschieht und nicht dann, wenn eine Kapitalaufnahme aus strategischer Sicht des Unternehmens sinnvoll ist. Durch Digitale Wertpapiere und ihre geringenTransaktionskosten kann ein Start-up ab sofort immer dann Kapital aufnehmen, wenn es benötigt wird.

Melden Sie sich jetzt zur Vorstellung der Start-ups im STARTPLATZ Köln am Mittwoch, den 12. Juni, an!

TEILNEHMER PILOTPROJEKT DIGITALES WERTPAPIER

cobago – Der Softwareanbieter für optimierte Prozessabläufe

Mit seiner Software optimiert Cobago für Industrie und Wirtschaft komplexe Arbeitsprozesse und Services. C​obago entwirft, entwickelt und vermarktet das Mitarbeiter-Navi „cobago SIX“ und bietet hierfür Softwarelizenzen und Cloud-Nutzungsrechte sowie damit verbundene Dienstleistungen wie Managementberatung, kundenzentrierte Softwareanpassungen und Schnittstellenentwicklung an.

Poligy – revolutioniert mit seiner Erfindung der Bipolymere die grüne Energieerzeugung
Poligy hat das Bipolymer erfunden, ein innovatives, preisgekröntes Material mit dem die Energiegewinnung revolutioniert wird. Durch das Bipolymer lässt sich Wärme einfach in Energie umwandeln.

FanQ – Die App für Fußballfans

Die Fußball-App FanQ hat es sich zum Ziel gesetzt die Meinungen der Fußball-Fans in Deutschland einzufangen, um einen transparenten Blick auf deren Einstellungen, Wünsche und Kritik bieten zu können.

Diese digitalen Wertpapiere könnten langfristig die Kapitalaufnahme von Start-ups revolutionieren und so zu einem Aufschwung innovativer Unternehmen in Deutschland führen. Wie ein Gründerreport der DIHK zeigt, scheitern zahlreiche innovative Ideen am Ressourcenmangel von Start-ups, wobei sich fehlendes Kapital als besondere Belastung darstellt. Mit jedem Start-up, das den Markt verlässt, gehen visionäre Gründer und bahnbrechende Innovationen.

VORTEILE DES DIGITALEN WERTPAPIERS

Vorteile für Start-ups

Bisher war die Kapitalaufnahme für Start-ups ein langwieriger, komplizierter und teurer Prozess. Um Transaktionskosten wie beispielsweise Notargebühren zu sparen, ist es bislang üblich gewesen, die Kapitalaufnahme in Finanzierungsrunden zu tätigen. Eine Folge dessen ist, dass die Kapitalaufnahme nur zu fest definierten Zeitpunkten geschieht und nicht dann, wenn sie aus strategischer Sicht des Unternehmens sinnvoll ist. Mit den digitalen Unternehmensanteilen und durch geringe Transaktionskosten kann ein Start-up ab sofort immer dann Kapital aufnehmen, wenn es benötigt wird.

Darüber hinaus ist es nun möglich auch kleinere Summen aufzunehmen, da die Halter der digitalen Wertpapiere keinen Handelsregistereintrag benötigen. Die Investition von kleineren Summen über eine Vielzahl von Investoren war bisher im Bereich der Risikokapitalgabe eher unüblich, da Investoren bei zu vielen Gesellschaftern Konflikte und langwierige Entscheidungsprozesse fürchten.

Vorteile für Investoren

Auch für Investoren bieten die digitalen Wertpapiere Vorteile. Während ein herkömmliches Risikokapitalinvestment den Kapitalgeber über einen längeren Zeitpunkt an ein Unternehmen bindet, können die digitalen Wertpapiere über die Blockchain gehandelt werden. So ist beispielsweise eine kurzfristige Liquidation des investierten Vermögens für Risikokapitalgeber möglich, sofern es einen Käufer für die Anteile gibt.

Weiterhin können durch die digitalen Wertpapiere kleinere Investmentsummen getätigt werden, wodurch der Kapitalgeber seine Investitionen besser diversifizieren kann.

Über Cashlink

Cashlink ist ein 2016 gegründetes Finanztechnologie-Unternehmen im Venture-Capital-Bereich. Der Unternehmenssitz ist im Fintech-Hub der Deutschen Börse in Frankfurt am Main. Das innovative Team hat ein Ziel vor Augen: Die Digitalisierung von einfach übertragbaren Start-up-Anteilen. Unterstützt wird es dabei von renommierten Investoren wie dem börsennotierten VC FinLab AG.

Durch seine blockchainbasierte Infrastruktur vereinfacht Cashlink die Kapitalaufnahme für Start-ups. Für professionelle Investoren schafft das Unternehmen flexible, einfach übertragbare und nach deutschem Recht regulierte digitale Start-up-Anteile in Form sogenannter “tokenized

securities”. Dafür arbeitet Cashlink mit zahlreichen Partnern wie dem Gründerzentrum Startplatz Köln oder dem Start-up-Hub Startport zusammen. Cashlink ist Gründungsmitglied der International Token Standardization Association, des europäischen Forums “International Association for Trusted Blockchain Applications” (INATBA) sowie der Landesgruppe Hessen des Blockchain Bundesverbands.

Kontakt

Cashlink Technologies GmbH Inga-Marit Nölle
[email protected] www.cashlink.de/presse
Tel: +49 (0) 69 / 348 752 76

Über Startplatz

Der Start-up Inkubator und Accelerator STARTPLATZ im Herzen der Rheinischen Gründerszene ist Treffpunkt und erste Anlaufstelle für innovative Start-ups und etablierte Unternehmen. Gegründet wurde er 2012 von den Geschäftsführern der Familie Gräf Holding GmbH, Dr. Lorenz Gräf und Matthias Gräf. Auf rund 4.500 qm im Kölner Mediapark und 2.000 qm im Düsseldorfer Medienhafen entstand ein Ökosystem, das aufstrebenden Start-ups und innovativen Unternehmen Raum zum Wachsen, Beratung & Coaching, Workshops & Events sowie Anschluss an das große Netzwerk bietet. Mehr als 250 Start-ups arbeiteten hier bereits an ihren Geschäftsideen, über 151 Millionen Euro wurden in sie investiert und es wurden mehr als 170 Teams im STARTPLATZ Accelerator gefördert. Gemeinsam mit Partnern aus dem Ökosystem bietet der STARTPLATZ zudem Konzernen und mittelständischen Unternehmen verschiedene Lösungsansätze aus der Start-up-Welt, um die Digitalisierung und Innovationsprozesse erfolgreich umzusetzen und voranzutreiben.

Kontakt

Carolin Gattermann
[email protected] www.startplatz.de/presse
Tel: +49 (0) 221 / 975 802 11

cobago GmbH
cobago GmbH
Die cobago GmbH ist Softwareanbieter im TechnologieZentrum Dortmund mit Schwerpunkt Service Management für industrie und Technik, sowie umfangreicher Expertise und langjähriger Erfahrung im Bereich mobiler Anwendungssysteme. cobago entwirft, entwickelt und vermarktet die B2B Software „cobago SIX“ und bietet hierfür Softwarelizenzen und gemeinsam mit der Telekom Deutschland Cloud-Nutzungsrechte plus verbundene Dienstleistungen wie Managementberatung, Software-Customizing und Schnittstellenentwicklung an.